Klangwolke09
Mitwirkung bei der KLANGWOLKE09
am Samstag, 5. September 2009, 15 - 18 Uhr
Auf Einladung von Airan Berg mit einem Text von Martina Winkel: Als Prophetin zwischen Hauptplatz und AEC.
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Das Besondere an der Klangwolke im Kulturhauptstadtjahr ist, dass die visuelle Darbietung bereits um 15.00 Uhr beginnt und die Linzerinnen und Linzer eingeladen sind, mitzumachen.
Thema ist die Flut. Zentrale Rolle spielen – in Anlehnung an die Erzählung der Sintflut, wie sie in den Texten der drei monotheistischen Buchreligionen, aber auch in Flutmythen anderer Religionen und Kulturen in Erscheinung tritt, – Tiere.
So werden mehrere hundert Tierfiguren in 40 verschiedenen Arten von freiwilligen TeilnehmerInnen aus Linz und Umgebung gefertigt und gespielt.
Mastermind dieser Figuren und Gestalten ist der südafrikanische Künstler Roger Titley, einer der renommiertesten internationalen Animations- und Puppenbauexperten, der vor allem im Film- und Fernsehbereich tätig ist.
Die Tiere sind aus Polyethylen gefertigt, einem von Eurofoam in Oberösterreich hergestellten Stoff, der sich durch besondere Leichtigkeit auszeichnet. Nach den Plänen, Zeichnungen und Videoinstruktionen von Roger Titley werden die Module der verschiedenen Tierarten in Gruppenarbeit zusammengebaut. Zehn Studierende der Linzer Kunstuniversität assistieren bei der Realisierung des visuellen Konzepts. Durch Infoabende und mediale Aufrufe wurden etwa 350 Personen gefunden, die an der Entstehung der Kreaturen mitwirken. „Baubeginn“ war Ende April in der Werkstätten der Kunstuniversität Linz im Brückenkopfgebäude Ost. Jede der entstandenen Tierfiguren ist einfach zu handhaben und kann von einer bzw. wenigen Personen bewegt werden.
Freizeit- und Sportvereine, Musikgruppen, Schulen, Wirtschaftsbetriebe aber auch Privatpersonen, darunter u. a. RollstuhlfahrerInnen, TaucherInnen, Segway-FahrerInnen, werden den Tieren Leben einhauchen.
Bereits am Nachmittag ab 15.00 Uhr versammeln sich die Kreaturen am Linzer Hauptplatz und streifen von dort aus durch die Stadt. Straßen, Parks und Plätze werden mit den Tiergestalten und prophetischen Charakteren überschwemmt, Warnungen und Aufrufe fluten die Stadt, Realität und Fiktion werden dabei in der Schwebe gehalten.